Lichtplanung

Mit Geschick zum Ergebnis


Bauherren müssen an vieles denken, vor allem wenn es um die Gestaltung des neuen Zuhauses geht. Die Lichtgestaltung rückt dabei aber immer wieder allzu oft in den Hintergrund. Während Badezimmerfliesen, Steckdosen und Türklinken bis auf den letzten Cent vorkalkuliert werden, geht das Licht planerisch und monetär in vielen Fällen leer aus. Dies liegt oft an mangelndem Bewusstsein, aber auch an fehlender Kenntnis, was eigentlich möglich ist.
Empfehlenswert ist es deshalb, frühzeitig einen professionellen Lichtplaner in die Überlegungen mit einzubeziehen. Die erste Planungsphase dazu setzt nämlich bereits dann ein, wenn es gilt, die Elektroinstallation zu planen. Licht benötigt Strom, und der braucht (noch) ein feste Leitung. Die Lichtsteuerung kann dann später zwar auch über Funk erfolgen, die Leitung aber muss da sein.

Eine intelligente Planung der Elektroinstallation beim Bau eines Hauses ist generell bares Geld wert, denn das einmal eingebaute Netzwerk bleibt meist jahrzehntelang im Einsatz. Wer hier an der falschen Stelle spart, verzichtet nicht nur auf Komfort, er zahlt in den meisten Fällen auch drauf. Nachträgliche Änderungen sind aufwendig und deutlich teurer. Wände müssen aufgestemmt werden und nach der Verlegung von zusätzlichen Elektroleitungen stehen wieder Verputz- und Tapezierarbeiten an. Bauherren sollten deshalb die elektrische Anlage von Beginn an zukunftsfähig machen – selbst wenn der gesteckte Budgetrahmen nicht ausreichen sollte, alles gleich im ersten Schritt umzusetzen.

Eine gute Planungshilfe sind die 1-, 2- und 3-Sterne-Ausstattungswerte nach der Richtlinie RAL-RG 678 unter www.elektro-plus.com. Dort findet sich auch ein Raumplaner, der als Hilfe für den Bauherren bereits eine erste Bedarfsermittlung am Rechner erlaubt.
Gerade bei der Beleuchtung hat sich viel getan: Heute ist kaum noch jemand mit einer Deckenleuchte über dem Esstisch und einer Leuchte über der Sitzecke zufrieden. Zusätzliche Wand- oder Stehleuchten, eine indirekte Beleuchtung für die Schrankwand oder das Bücherregal und vielleicht eine weitere Lichtquelle für das Blumenfenster schaffen in jeder Situation das richtige Lichtszenario und sorgen für Behaglichkeit.

Wer es komfortabel will, steuert die Lichtquellen über Dimmer. Für Stehleuchten eignen sich geschaltete Steckdosen, Bewegungsmelder sind besonders in der Diele oder den Fluren angenehm.
Hilfreich ist auch, wenn das Licht von mehreren Stellen im Raum ausgeschaltet werden kann, zumindest jedoch von jedem Raumzugang aus. Die Platzierung der Auslässe und Steckdosen richtet sich nach der geplanten Möblierung.
Weil sich die Ansprüche an den Wohnkomfort aber mit der Zeit ändern, sollte man nicht an Leitungen oder zumindest Leerrohren für eine zukünftige Nachrüstung sparen.

Nicht genutzte Anschlüsse verschwinden vorerst unauffällig hinter einem Deckel in der Wand und machen ebenso wie Leerrohre und eine großzügige Grundausstattung an Steckdosen für die Zukunft flexibel.